Karls-Universität Prag
Das Labor für Quantitative Ökologie an der Karls-Universität Prag, geleitet von Dr. Ondřej Mottl (Assistenzprofessor für Pflanzenökologie und Open Science Champion), untersucht Trends der Vegetationsbiodiversität über räumliche und zeitliche Skalen. Das Labor ist spezialisiert auf modernste quantitative und statistische Methoden sowie auf Data-Science- und Machine-Learning-Ansätze. Die Forschung integriert Konzepte und Methoden aus Makroökologie, Paläoökologie, Biodiversitätswissenschaft und quantitativer Ökologie.
Ein Kernprinzip der Laborarbeit ist das starke Bekenntnis zu offener Wissenschaft und wissenschaftlicher Reproduzierbarkeit. Alle Forschungsoutputs - Daten, Code und Methoden - werden öffentlich zugänglich und vollständig reproduzierbar gemacht, um Transparenz zu gewährleisten und der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft zu ermöglichen, auf dieser Arbeit aufzubauen. Dieses klare Bekenntnis zu den Prinzipien von Open Science stellt sicher, dass die komplexen räumlichen Modelle und analytischen Workflows von MEMELAND von Forschenden weltweit überprüft, wiederverwendet und weiterentwickelt werden können.
Im Rahmen von MEMELAND spielt das Labor eine zentrale Rolle bei der Integration der von den anderen Teams generierten Multiproxy-Datensätze (sedaDNA, Lipidbiomarker, archäobotanische Daten und chronologische Daten) in umfassende räumliche Modelle. Mithilfe fortschrittlicher quantitativer paläoökologischer Methoden werden Muster des Biodiversitäts- und Landnutzungswandels in Nord- und Mitteleuropa über die letzten zwei Jahrtausende aufgeklärt. Diese Arbeit wird unterschiedliche räumliche Skalen umfassen - von lokalen Biomen bis hin zu Kontinenten - und so ein ganzheitliches Verständnis dafür ermöglichen, wie menschliche Aktivitäten die Dynamik der europäischen Vegetation im Verlauf der Geschichte geprägt haben.